Zur Übersicht

Plenarvortrag

Prozess- und Systemtechnik für die Verarbeitung neuer Werkstoffe

Donnerstag (26.04.2018)
13:30 - 14:00 Uhr Kongresssaal
Bestandteil von:


Mit herkömmlichen Werkstoffen können innovative Hochleistungsanwendungen nur bedingt realisiert werden. Nur ein Bruchteil herkömmlicher Werkstoffe steht gegenwärtig für Additive Fertigungsverfahren zur Verfügung, was deren Einsatzmöglichkeiten limitiert. Diese Verfahren bieten jedoch großes Potential für funktionsoptimierte Bauteile mit komplexen Geometrien und eine stark digitalisierte Prozesskette. Neue Werkstoffe in der Additiven Fertigung versprechen daher besonders großen Nutzen.

Die gegenseitigen Wechselwirkungen zwischen Werkstoffen und Additiven Fertigungsprozessen unterscheiden sich stark von konventionellen Verfahren. Sie tiefer wissenschaftlich zu durchdringen, stellt eine spannende interdisziplinäre Herausforderung dar. Ein besseres Verständnis kann genutzt werden, um Werkstoffe und Additive Fertigungsprozesse auf das Zusammenspiel hin zu optimieren. Höherwertige Bauteileigenschaften, schnellere Durchlaufzeiten und bessere Wirtschaftlichkeit werden so möglich. Sowohl die Zusammensetzung von Legierungselementen, die Eigenschaften von Pulvern als auch Energieeinbringung und –Abfuhr aus der Schmelze zuzüglich Nachbehandlung sind hierfür geeignete Freiheitsgrade. Um angepasste Prozessbedingungen reproduzierbar bereitstellen zu können, muss die Systemtechnik Additiver Fertigungsanlagen verändert werden. Soll der erfolgreiche synchrone Aufbau von Werkstoff und Geometrie dokumentiert werden, müssen charakteristische Prozesszustände erfasst werden.

Sprecher/Referent:
Prof. Dr. Michael Schmidt
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU)